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Server Virtualisierung
Einführung
Optimale Ausnutzung vorhandener Hardware-Ressourcen, vereinfachtes
Handling, Hardware-Unabhängigkeit – die Vorteile der
Server-Virtualisierung sprechen für sich. Kein Wunder also, dass das
Thema Server-Virtualisierung inzwischen in aller Munde ist. Doch was
genau versteckt sich hinter diesem Begriff?
Was versteht man unter einem virtuellen Server? |
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Ein virtueller Server funktioniert wie ein realer Server. Entscheidender
Unterschied: Er existiert nur virtuell, d.h. er hat keine physikalische
Präsenz. Eine so genannte Virtualisierungsoftware emuliert die nötige
Hardware.
Was bringt mir eine Server-Virtualisierung für mein IT-System?
Üblicherweise wird für eine Funktion ein Server betrieben: Zum Beispiel
ein Exchange Server für die eMail-Kommunikation, ein SQL-Server für
Datenbanken, etc. Dabei ist jedoch jeder einzelne Server meist nicht
völlig ausgelastet, d.h. wertvolle Ressourcen liegen brach. Ein
virtueller Server kann als „Gast“ auf einer vorhandenen
Hardware-Komponente betrieben werden, die wiederum mehrere „Gäste“
beherbergen kann. Die Folge: Eine optimale Ausnutzung der Ressourcen und
eine deutliche Verkleinerung der Hardware-Landschaft. So können
inzwischen komplexe Netzwerksysteme mit mehreren Dutzend Rechnern
dargestellt werden, wobei tatsächlich nur 2 oder 3 tatsächliche
Hardware-Komponenten existieren. Manche Systeme zur
Server-Virtualisierung unterstützen zudem den Betrieb unterschiedlicher
Betriebssysteme auf einer einzigen Hardware.
Wenn diese Hardware ausfällt sind gleich mehrere
Funktionen betroffen. Da aber sämtliche Systemressourcen der virtuellen
Maschine in einem einzigen Ordner hinterlegt sind, können die Systeme
schnell und einfach auf eine neue Hardware verlagert werden. Zudem ist
die heutige Hardware viel verfügbarer geworden. Natürlich ist es dafür
unerlässlich, den Server richtig zu designen, um beispielsweise
Redundanzen zu schaffen, oder durch Monitoring zu überwachen. Aber das
gilt grundsätzlich für jedes System.
In welchem Kosten-Nutzen-Verhältnis steht eine Server-Virtualisierung? |
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Virtuelle Server unterstützen ganz allgemein die Server-Konsolidierung.
Statt mehrerer hochleistungsfähiger Server reichen wenige, manchmal
sogar nur eine Maschine aus, auf der alle nötigen Server betrieben
werden. Das lässt die Gesamtkosten erheblich sinken. Ein Beispiel: Für
eine neue Server-Hardwareplattform liegen die Anschaffungskosten bei
2.000 bis 4.000 € - zuzüglich Installation, laufender Betrieb und
Wartung. Virtualisierungssoftware ist dagegen bereits ab ca. 500,00 €
erhältlich. VMware geht derzeit sogar noch einen Schritt weiter und
bietet den VMware-Server zur Zeit kostenlos an. Es fallen nur die "normalen"
Installationskoten an, die auch bei Anschaffung einer neuen Hardware
entstehen, also die Lizenz fürs Betriebssystem, Installationen etc.
Zudem können die vorhandenen Hardware-Ressourcen zugewiesen, d.h.
eingestellt, begrenzt aber auch erweitert werden. Das
garantiert eine optimale Auslastung der Hardware und damit auch deren
Wirtschaftlichkeit.
Erschwert die Virtualisierung der Server das Handling?
Sämtliche Systemressourcen eines virtuellen Servers sind
in einem Ordner gesammelt. Fährt die virtuelle Maschine herunter,
kann dieser Ordner bequem kopiert werden und steht als echte konsistente
Datensicherung zur Verfügung. Auf dem virtuellen System können risikolos
beliebige Vorgänge getestet (Software, Updates, etc.) werden , denn der
ursprüngliche Zustand kann jederzeit wieder geladen werden. Das ist in
etwa vergleichbar mit einem Word-Dokument, das ich kopiere, um
beispielsweise Formatvorlagen zu verändern. Gelingt dieses nicht, kann
jederzeit auf das Ursprungsdokument zurückgegriffen werden. Zusätzlich
dazu gibt es eine Reihe von weiteren Funktionalitäten, die eine
Sicherung der Daten unterstützen, wie zum Beispiel Snapshot-Funktionen
oder auch Undo-Funktionen, die den Ursprungszustand wiederherstellen.
Erleichtert die Server-Virtualisierung damit auch Migrationsprozesse? |
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Generell lässt sich sagen: Server-Virtualisierung macht
hardwareunabhängig. Statt aufwändig alte oder defekte Server
auszutauschen, was häufig diverse Migrationsprobleme mit sich bringt,
kann ich eine virtuelle Maschine einfach kopieren und auf einer neuen
Hardware laufen lassen. Das ist auch im Rahmen eines Desaster Recovery
Plans von erheblichem Nutzen. Und auch hier noch einmal der Hinweis
darauf, dass auf einer einzigen Hardware mehrere Betriebssysteme laufen
können.
Was gibt es beim Einsatz virtueller Server zu bedenken?
Natürlich hat auch die Server-Virtualisierung ihre Grenzen. So kann zum
Beispiel ganz spezielle Hardware, wie eine spezifische Fax-Karte nicht
in eine virtuelle Maschine eingebunden werden.
Hoch performante Anwendungen können ebenfalls kritisch sein. Da die
virtuelle Maschine natürlich auch Ressourcen verbraucht, reichen die
verbleibenden für eine Anwendung mit extrem hoher Datenlast dann einfach
nicht mehr aus.
Welche Virtualisierungssoftware ist derzeit am beliebtesten?
Vmware ist wohl die bekannteste Software, die bereits sei einigen Jahren
auf dem Markt ist. Ein umfassendes Produkt mit zahlreichen Funktionen,
das verschiedene Betriebssysteme unterstützt.
Der Virtual Server 2005 von Microsoft existiert noch nicht so lange und
ist entsprechend schlanker. Das Produkt unterstützt nur hauseigene
Betriebssysteme und hat begrenzte Ressourcen. Vor kurzem hat Mircrosoft
jedoch den Virtual Server 2005 R2 herausgebracht, der einige neue
Funktionen enthält und deutlich schneller ist.
Daneben gibt es weitere Produkte für spezielle Anwendungen und auch
Ansätze im Open-Source-Bereich.
(Quelle: www.symplasson.de)
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